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Freitag, 06.02.2009

Geschrieben in Februar 2009 von Daniela am 7 Februar 2009

23:47 Uhr
Endlich Wochenende und endlich scheint auch der gröbste Regen vorbei zu sein. Gestern hat es am Nachmittag so geschüttet, dass ich langsam bedenken bekam. Der Boden ist jetzt total durchweicht und tatsächlich konnten wir noch an der Auffahrt von Afemanns einen kleinen Rutsch genau vor unserem Auto beobachten. Richtung Sayalonga war es dunkel wie in einer Kuh und es goss wie aus Kübeln. Zum Glück blieben uns weitere Unannehmlichkeiten erspart und der Regen hörte sogar fast auf, bis wir zu Hause waren. Wir massen lediglich 12 Liter Regen, ob der Rest vom Winde verweht wurde?

Jedenfalls das Wetter diese Woche: In der Nacht von Montag auf Dienstag regnete es schon wieder 9 Liter. Tagsüber schien die Sonne, es wehte und am Abend, natürlich als wir nach Hause fuhren, regnete es schon wieder, diesmal 11 Liter. Am Mittwoch war es tagsüber wieder schön und winidg, am Abend und in der Nacht wiederum Regen, 8 Liter. Der Donnerstag war grau und trüb und es regnete praktisch den ganzen Tag, 12 Liter. Am Abend hörte es kurz auf, fing dann aber nochmal an, 1 Liter. Heute Freitag war es mal wieder stürmisch, wie schon die ganze Woche, es regnete jedoch nur einmal ein paar Tropfen, natürlich, als wir nach Hause fuhren. Ansonsten stürmten Wolken über den Himmel, wir sahen die ganze Woche Schnee fast bis hinunter nach Competa.

Wie auch immer. Unsere Entscheidung, diese Woche bei Afemanns zu streichen war goldrichtig. Die anderen anstehenden Arbeiten finden alle draussen statt und diese Woche war sogar Mo freiwillig im Haus (andere Umschreibung für: man schickt keinen Hund vor die Tür).
Nachdem wir am Montag angefangen hatten das Wohnzimmer zu streichen und gut voran kamen, mussten wir am Dienstag bei vollem Tageslicht (wenn man dem bei wolkenverhangenem Himmel und Regen mal so sagen kann) feststellen, dass die Farbe doch nicht so gut deckt, wie wir gehofft hatten. Vor allem an der glatten Decke entdeckten wir noch einige dunkle Stellen und wir strichen das Ganze noch einmal.
Während sich Peter einen steifen Nacken holte, bearbeitete ich den Riss in der Wand weiter und spachtelte ihn zu.
Am Morgen waren wir über Algarrobo gefahren und mussten bei Sebastian fünf Minuten warten, weil er mal wieder mit einem Bagger zugange war. Auch auf dem oberen Plateau ist immer noch ein Bagger an der Arbeit. Ist schon unglaublich, wie die Spanier hier die Berge durchlöchern. Auch drüben bei Afemanns können wir vom Wohnzimmerfenster beobachten, wie gleich zwei Bagger Plateaus schieben. Dort sieht es aus, wie auf einem Baggerübungsplatz: Jeder darf mal ein kleines Plateau schieben. Auch bei strömendem Regen wurde weiter gebaggert. Die Typen haben Mut, bei diesem durchnässten Boden mit ihren schweren Fahrzeugen!
Beim Streichen hatten wir einige Zeit mit einem erst unerklärlichen Phänomen zu tun. Plötzlich sahen wir graue Flecken an den Wänden. Nach genauerem Begutachten mussten wir feststellen, dass diese Flecken von den Rollen verursacht wurden. Nur leider konnten wir auf den Rollen nichts feststellen, keine Brösel, nichts. Wir schnitten überstehende Flusen ab, doch es half nichts. Auch auswaschen half nichts. Als ich Stunden später dann mal meine Rolle ausklopfte, sah ich, was los war, denn plötzlich sah ich einen grauen Tropfen in der Farbe. Wir hatten die Rollen über Nacht im Wasser stehen lassen, damit sie nicht austrocknen. Irgendwie muss sich dadurch etwas Metall oder sowas aufgelöst haben und diese graue Flüssigkeit tropfte sporadisch links und rechts aus der Rolle an den Rand und so auf die Wand.
Auf dem Heimweg mussten wir nochmal kurz bei Monika vorbei schauen, ich hatte da ein Kabel vergessen. Bevor wir gingen, wünschten wir den beiden einen schönen Urlaub. Es geht erst auf eine Nilkreuzfahrt und dann noch nach Jordanien.

Am Mittwoch räumten wir das Wohnzimmer wieder ein und verbanden dies mit einer Putzaktion. Es gibt doch viele Möbel und Ecken, die man normalerweise nie sauber macht. Danach räumten wir die Küche aus und klebten die Wände ab, damit wir die Decke pinseln konnten.
Am Donnerstag pinselte Peter zweimal die Decke in der Küche, während ich am Riss in der Mauer weiter arbeitete. Die Spachtelmasse schmirgelte ich fein ab. Im Malergeschäft hatten sie uns eine Paste verkauft, die man mit einem speziellen Pinsel an die Wand spritzt. Ich übte ein wenig, klebte die zu flickende Stelle neu ab und machte mich dann ans Werk. Na ja, ganz so, wie rund herum, wird das wohl nicht. Aber am Ende war ich doch ganz zuversichtlich. Erst heute konnten wir dann sehen, was dabei wirklich herausgekomme war. Nachdem ich die Stelle noch ein paarmal überpinselt hatte, sah es doch ganz gut aus.
Heute Freitag pinselten wir dann das hintere Schlafzimmer und begannen mit dem zweiten. Nun fehlt noch der Flur sowie der Eingangsbereich. Aber das kommt dann nächste Woche.

Unsere armen Hühner müssen sich langsam Schwimmhäute wachsen lassen. Das Aussengehege ist total matschig. Es wird Zeit, das grössere Gehege fertig zu machen, damit sie ein wenig mehr Auslauf bekommen. Na ja, diese Woche wären sie wohl auch im grösseren Gehege nicht so oft anzutreffen gewesen, sie mögen nämlich auch Wind nicht so sehr und sitzen dann lieber auf ihren Stangen. Zum Glück haben wir für den Stall einen guten Standort gewählt, denn dort ist es doch einigermassen windgeschützt.
Hoffentlich ist es am Wochenende halbwegs normales Wetter. Allerdings ist fraglich, ob die Zeit reicht, denn Peter soll Rothers helfen, ihre neue Duschkabine zu montieren und Roberto wollte am Sonntag vorbei kommen. Na, wir werden sehen. Erstmal ist Morgen um zehn Uhr wieder Frühstück angesagt.

Montag, 02.02.2009

Geschrieben in Februar 2009 von Daniela am 3 Februar 2009