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Samstag, 06.12.08

Geschrieben in Dezember 2008 von Daniela am 9 Dezember 2008

Zweiter Seetag
Als der erste Silberstreifen am Horizont erscheint, wachte ich auch schon wieder auf. Ich weckte Peter diesmal nicht sondern ging hinauf aufs Achterdeck und trank, weil es noch nichts anderes gab, einen Kaffee ohne Milch, welcher ziemlich ungeniessbar war. Es war kurz vor 7 Uhr und die Liegen, die am Vorabend alle zusammengestellt worden waren, hatten die fleissigen Arbeiter schon wieder aufgestellt. Auch der Pool, der jeden Tag abgelassen wird, war schon wieder gefüllt. Gäste waren noch nicht viele zu sehen. Nachdem ich den Ausblick ausgiebig genossen hatte und sogar einen ganz kurzen Blick auf die Sonne erhaschte, die sich aber sofort wieder verdünnisierte, ging ich zurück in die Kabine.
Nun wurde auch Peter wach, wir duschten und gingen zum Frühstück. Plötzlich wuselte es. Die Sonne hatte sich nun entschlossen, doch mal zu scheinen und die Leute stürzten sich sofort an Deck und beschlagnahmten die Liegen.
Nach dem Frühstück Spazierten wir wieder einmal rund um das Schiff. Dann wollten wir zurück in die Kabine, doch unser Zimmersteward Apple, eine Chinesin, war noch nicht fertig. Also gingen wir noch einmal hinauf und eine halbe Stunde später wieder zurück. Noch immer war das Zimmer nicht fertig aber nun war es uns egal. Sowieso wird das Säubern des Zimmers etwas übertrieben. Dreimal am Tag kommt Apple und richtet alles.
Wir lasen und ich schlief auch schon bald wieder ein. Dann setzten wir uns auf den Balkon und gegen 14 Uhr mussten wir schon wieder hinauf zum Essen. Die Sonne war schon wieder weg und so auch die sonnenhungrigen Leute. Es nieselte sogar einen Moment und wir konnten einen schönen Regenbogen über dem Heck sehen. Danach machten wir wieder unseren Spaziergang und gingen in die Kabine.
Nun wollte ich am Tagebuch arbeiten, kam aber nicht weit, denn es klopfte und der Elektriker wollte die defekte Steckdose richten. Also verdünnisierten wir uns auf den Balkon.
Dann war es Zeit für den Sundowner, heute so gegen 17.30 Uhr und endlich ein schöner Sonnenuntergang. Danach konnte ich endlich einige Zeit in Ruhe schreiben, Peter las.
Nun war heute Abend ein Kapitäns-Dinner angesagt. Peter liess sich von seiner Mutter ohne grössere Sträubungen überreden, hinzugehen. Als ich ihm dann aber zur Probe den Schlips von Ölis ins Haar binden wollte, weigerte er sich. Also banden wir den Schlips wieder Molly um, die ich natürlich mitnahm.
Wir trafen uns mit Doris und Luis in der Lobby und stiessen mit einem wunderbaren Cocktail an. Danach stiefelten wir ins Restaurant. Heute war es an unserem Tisch nicht ganz so laut, wie die beiden Male zuvor. Wird wohl daran liegen, dass das Meer etwas ruhiger geworden ist. Den Kapitän bekamen wir trotzdem nicht zu Gesicht. Anschliessend schnappten wir frische Luft auf dem Achterdeck und gingen dann hinunter in die Lobby, wo es um Mitternacht Pfannkuchen geben sollte. Nachdem wir auch die probiert hatten, waren wir endgültig voll gegessen und mussten ins Bett.

Wetter
Schön, Passatwolken, am Nachmittag mehr Wolken, dann wieder besser, Meer ziemlich flach, 24°.

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