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Sonntag, 07.12.08

Geschrieben in Dezember 2008 von Daniela am 9 Dezember 2008

Dritter Seetag
Um sieben war ich schon wieder wach, es war schon fast hell. Ich stand auf und wollte mich gerade auf den Weg zu meinem Lieblingsplatz begeben, als auch Peter aus den Federn kroch und sich mir anschloss. Wir hatten zwar ein Plätschern gehört, konnten allerdings nichts sehen, jetzt jedoch bestätigte sich unsere Vermutung - es regnete. Na so was! Der Poolkeeper versuchte, in Ermangelung anderer Arbeit, das Wasser aus der Zone der Tische zu schaben. Dann regnete es mehr und er musste schneller schaben.
Nach dem Frühstück gingen wir wieder in die Kabine, lasen und schliefen. Um 12.30 Uhr schon wieder essen - indische Spezialitäten. Dazu wäre zu sagen, dass es zwei Gerichte mit Rindfleisch gab. Zur Verteidigung aber, dass die Speisen immerhin einen Hauch an indischen Gewürzen enthielten.  Die Sonne war zurück gekehrt und die Leute brutzelten schon wieder an der Sonne. Wir fanden keinen Platz an den Tischen und trugen unser Mittagessen kurzerhand in die Kabine. Dort auf dem Balkon genossen wir das Mahl. Leider zeigten sich bisher keine Delfine. Am ersten Tag hatten wir ein paar fliegende Fische gesehen, sonst nichts, gar rein nichts auf dem weiten Ozean.
Anschliessend bildeten wir uns über die ersten vier Inseln, die wir in Kürze besichtigen wollen, anhand des Bordfernsehens und einem Buch. Barbados soll vor allem über schöne Strände verfügen, Grenada ist die Gewürzinsel und hat Flüsse und Wasserfälle, Martinique hat schwarze Lavastrände und den Vulkan Mount Pelé, Dominica einen heissen blubbernden See und schöne Strände. Wir werden wohl auf eigene Faust losziehen und einen Taxifahrer bestechen.
Anschliessend machten wir eine zweite Fotosession mit Molly. Diesmal vor allem im Innenbereich des Schiffs, weil sich die Leute heute vor allem auf den Liegen räkelten und wir so freie Bahn hatten.
Danach war schon wieder Sundownerzeit mit Doris und Luis. Zum zweiten Mal ein schöner Sonnenuntergang, der leider genau im Bug stattfand.
Wieder in der Kabine übertrug ich die Fotos, anschliessend besuchten wir im Theater eine Show der Crew. War gar nicht schlecht, ausser, dass der Start völlig misslang, weil die Sängerin durch die ausgeschaltete Tonanlage nicht zu hören war. Bei zweiten Anlauf klappte es dann und es wurde gute Unterhaltung geboten.
Nachdem wir auf dem Achterdeck ein leichtes Salat-Pizza-Mahl zu uns genommen hatten, sortierte und beschriftete ich Fotos.

Roter Himmel
Peter schlief schon, als ich mich so gegen 2 Uhr auf den Balkon begab, um einen letzten Blick auf das weite dunkle Meer zu werfen. Plötzlich sah ich in westlicher Richtung einen Lichtschein vom dunklen Himmel abgesetzt, ziemlich auf Höhe des Horizonts, den man aber wegen der Dunkelheit nicht genau ausmachen konnte. Ich sah hinüber und überlegte, was das sein könnte. Dann wurde das Licht immer heller und immer röter - sah aus wie ein Feuer. Irgend etwas hinter den einzelnen Wolken. Nun war ich ziemlich erschrocken, die Farbe hatte zu Glutrot gewechselt. Ich weckte Peter und dieser wankte aus dem Bett auf den Balkon. Auch er war ziemlich erschrocken über etwas, was wie ein riesiges Feuer am Horizont aussah.
Wenn es nicht so rot gewesen wäre, hätte ich behauptet, dass eben der Mond am Horizont im Meer versunken war. Aber so eine Farbe? Dann verblasste das Rot und es wurde immer dunkler, bis nichts mehr zu sehen war. Ich schaute noch eine Weile und kam dann doch auf des Rätsels Lösung. Es war der Mond. Nachdem das Licht verschwunden war, konnte man sehen, dass der Himmel rund herum heller war, als sonst überall. Es war also doch der Mond! Aber so eine Farbe. Ich hatte noch nie gehört, dass der Mond rot untergeht. Das werde ich mir noch einmal anschauen, allerdings eine Stunde später!

Wetter
Am Morgen bedeckt und regen, am Nachmittag schön mit einigen Wolken, 25°, ziemlich schwül, im Schiff kalt. 

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