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Freitag, 30.01.2009

Geschrieben in Januar 2009 von Daniela am 31 Januar 2009

Da bin ich wieder!
Nach langer Abwesenheit - allerdings “nur” im Blog - zurück aus der Versenkung. Seit den letzten Einträgen ist einige Zeit vergangen und ich hoffe, das Wichtigste im Laufe der Zeit noch nachzutragen.

In der Karibik bin ich stehen geblieben. Wäre zwar schön gewesen, aber so war es natürlich nicht. Vor allem auf Dominica hätten Peter und ich es sicherlich eine Weile ausgehalten. Eine ruhige Insel mit wenig Tourismus und viel, viel Grünzeug. Wer weiss, vielleicht holen wir das eines Tages nach.

In der Zwischenzeit hat Tino gut auf Haus und Hof samt Hühner aufgepasst. Ja, die Hühner sind gross geworden und wir erwarten, dass sie so mitte März anfangen zu legen. Wir verwöhnen sie ganz schön, dafür sind sie auch unheimlich zutraulich. Seit wir zurück sind von der Kreuzfahrt “wohnen” sie im eigenen Stall - so fällt zumindest die Heizerei “für die Hühner” weg. Nach einer etwa zweiwöchigen Eingewöhnungsphase finden sie jetzt auch alleine ihre Stangen zum Schlafen. Die ersten paar Tage mussten wir sie jeweils auf die Stangen setzen, weil es sich alle sechs auf einem Haufen genau unterhalb der Schiebetür gemütlich gemacht hatten. Mindestens eine Henne hing dann immer noch halb aus der Tür und wir konnten sie nicht schliessen.
Hühner sind bei Dunkelheit sozusagen blind und bewegen sich auch kaum. Deshalb machte es ihnen gar nichts aus, wenn wir sie auf die Stangen versetzen. Wir befürchteten schon, dass sie sich an das abendliche “umparkieren” gewöhnen würden, dies war aber zum Glück nicht der Fall. Denn jetzt gehen sie in den Stall wenn es dunkel wird und wir können den Schieber ohne Probleme schliessen.
Nun bastelt Peter noch an einem grösseren Aussengehege, damit sie ein wenig mehr Auslauf bekommen, picken, scharren und sich im Sand baden können. Dann fehlt uns noch ein anständiger Gockel. Der muss aber wirklich ein Supertier sein und auf seinen Hühnerhaufen aufpassen, dann können wir sie vielleicht ab und zu ganz frei lassen. Na, mal sehen. Die Hühner haben halt all zu viele Feinde hier. Die Katzen gehören wohl jetzt nicht mehr dazu, aber es gibt einige Hunde (Mo eingeschlossen), Füchse, Adler und Falken.
Ich will Mo ja nichts unterstellen, aber wir haben es bisher nicht gewagt, ihn mit den Hennen zusammen zu bringen. Am Anfang war sein Interesse allzu gross und er sass stundenlang vor der geschlossenen Tür, wo die Küken drin waren. Nachdem sie in den Stall umgezogen waren, sass er wiederum stundenlang vor dem Gehege und schaute. Ausserdem hat er sein Quietsch-Entchen wieder aus der Versenkung gezogen. Ist doch zu lustig, wie dieses Teil quietscht.
Aber die Hennen lernen auch und vor ein paar Tagen kam Mo mal zu nahe an den Zaun. Sofort kam ein Huhn und hackte auf seine Nase. Das fand Mo irgendwie ziemlich daneben.

Heute haben wir den Geburtstag von Franz gefeiert und uns mit einigen Leuten unten an der Küste in Torrox bei einem Chinesen getroffen. Gesprächsthema Nummer eins waren natürlich die vielen Einbrüche, die in letzter Zeit passiert sind. Man spricht von 120 innerhalb von zwei Monaten - nur im Raum Sayalonga-Competa. Die Diebe kommen am helllichten Tag, beobachten ein Haus und warten, bis die Besitzer weg sind. Dann rauben sie vor allem Bargeld und Wertsachen. Angeblich ist in manche Häuser gleich mehrfach eingebrochen worden.
Im Moment sucht man einen Mann, der sich als Jäger verkleidet und an den Häusern um Wasser bittet. Wohl um zu sehen, ob jemand zu Hause ist.
Ich kann mir allerdings schlecht vorstellen, dass ein einziger Mensch diese ganzen Einbrüche verübt haben soll. Also wenn ich ein Einbrecher wäre, würde ich mir zwei, drei Häuser in einer Region aussuchen, diese plündern und dann so schnell wie möglich das Weite suchen.
Man hat auch beobachtet, dass kaum ein paar Tage nach den Einbrüchen eine Firma an den betroffenen Häusern vorstellig wird, die Alarmanlagen verkauft und Abonnements für Sicherheitsdienste anbietet. Und das meist mitten im Campo! Normalerweise muss man doch jeden abholen, weil es ja keine richtigen Adressen gibt.
Ich hätte noch einige weiteren Theorien aber dabei handelt es sich natürlich nur um “an den Haaren herbeigezogene” Vermutungen. Deshalb behalte ich diese lieber für mich. In der Zwischenzeit kann es aber sicherlich nicht schaden, die Augen offen zu halten.

Die letzten drei Tage war das Wetter endlich mal wieder so richtig herrlich. Vorgestern zeigte das Thermometer plötzlich 23° an. Nachdem es noch einen Tag zuvor kalt und windig gewesen war, drückte die Hitze ziemlich. Dazu kam gestern nach Sonnenuntergang ein herrlich klarer Blick auf Afrika. Und die Wetterprognosen verheissen nichts Gutes, es soll am Sonntag und am Montag ausgiebig regnen und wieder kalt werden. Na ja, immerhin wissen wir jetzt wieder, warum wir in Andalusien gelandet sind.
Wenn wir das Holz, welhes wir ausschliesslich für die Hühner verheizt haben weglassen, haben wir bis jetzt trotzdem schon mehr Holz gebraucht, als den ganzen vergangenen Winter. Es war auch schon die vergangenen Winter phasenweise kalt, jedoch nicht über so eine lange Zeit.

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